Arthrose - Behandlung in München
Wenn Gelenkschmerzen Alltag, Beruf oder Sport einschränken
Treppensteigen, längeres Gehen, konzentriert im Büro sitzen oder abends noch zum Sport gehen – wenn das wegen Knie- Hüfte- oder Schulterschmerzen immer schwerer fällt, leidet schnell der ganze Alltag.
Om MOVE MVZ am Stiglmaierplatz in München begleiten wir Patientinnen und Patienten mit Arthrose vom ersten Verdacht bis zur gezielten Behandlung. Unser Ziel: Ihre Schmerzen zu lindern, Ihre Beweglichkeit zu verbessern und Sie so lange wie möglich aktiv zu halten – im Beruf, in der Familie und beim Sport.
Dafür prüfen wir zunächst, welches Stadium der Arthrose vorliegt und welche Behandlung in Ihrer Situation medizinisch sinnvoll ist. Je nach Befund kombinieren wir Diagnostik, Bewegungstherapie, gezielten Muskelaufbau, Schmerztherapie, Injektionen und – falls nötig- die operative Abklärung. Nicht eine einzelne Methode steht im Mittelpunkt, sondern ein tragfähiger Behandlungsplan im Alltag.
Was ist Arthrose?
Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß eines Gelenks. Dabei wird der Gelenkknorpel nach und nach dünner und verliert seine schützende Funktion.
Im gesunden Gelenk sorgt der Knorpel dafür, dass sich die Gelenkflächen möglichst reibungsarm bewegen können. Bei Arthrose verändert sich diese Knorpelschicht zunehmend. Das Gelenk kann empfindlicher auf Belastung reagieren, steifer werden oder Schmerzen verursachen. Arthrose entwickelt sich meist über Jahre und verläuft in unterschiedlichen Stadien.
Wichtig ist: Nicht jede Arthrose bedeutet automatisch, dass ein künstliches Gelenk nötig ist. eine genaue orthopädische Untersuchung hilft, das Stadium einzuordnen und die passende Behandlung zu planen.
Typische Symptome bei Arthrose
Arthrose kann grundsätzlich jedes Gelenk betreffen. Besonders häufig treten Beschwerden an Knie, Hüfte und Schulter auf. Die Symptome entwickeln sich oft Schleich und werden zunächst vor allem bei Belastung spürbar.
Wenn Sie sich in den nachfolgenden Beschwerden Wiedererkennen, kann Arthrose eine Ursache sein – muss es aber nicht. Eine genaue orthopädische Untersuchung bringt Klarheit.
Kniearthrose (Gonarthrose)
- Anlaufschmerzen nach Ruhephasen
- Schmerzen beim Treppensteigen oder längerem Stehen
- Schwellung, Wärmegefühl, manchmal Knirschen im Gelenk
Hüftarthrose (Koxarthrose)
- Schmerzen in der Leiste, im Gesäß oder Oberschenkel
- Probleme beim Schuhe oder Socken anziehen
- Steifigkeit nach längerem Sitzen
Schulterarthrose (Omarthrose)
- Schmerzen bei Bewegungen über Kopf
- Nachtschmerzen, vor allem beim Liegen auf der betroffenen Seite
- Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen von Kleidung
Ursachen und Risikofaktoren für Arthrose
Arthrose entsteht meist nicht durch einen einzelnen Auslöser. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen – zum Beispiel Alter, frühere Verletzungen, Fehlbelastungen oder eine dauerhafte Überlastung des Gelenks.
Häufige Risikofaktoren sind:
- zunehmendes Alter
- frühere Gelenkverletzungen, zum Beispiel Meniskus-, Kreuzband- oder Knochenverletzungen
- Fehlbelastungen im Sport, im Beruf oder durch Achsfehlstellungen
- Übergewicht, vor allem bei Knie- und Hüftbeschwerden
- entzündliches Gelenk- oder Stoffwechselerkrankungen
Nicht alle Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern und den Verlauf der Arthrose positiv zu begleiten. Entscheidend ist, welche Faktoren bei Ihnen persönliche eine Rolle spielen.
Wann sollte ich mit Gelenkschmerzen zum Orthopäden?
Ein Termin beim Orthopäden ist sinnvoll, wenn Gelenkschmerzen länger bestehen oder den Alltag spürbar einschränken:
Das gilt besonders, wenn:
- die Schmerzen seit mehreren Wochen nicht besser werden
- die Beweglichkeit deutlich nachlässt
- ein Gelenk immer wieder anschwillt oder warm wird
- Treppensteigen, Gehen, Aufstehen, Beruf oder Sport schwerer fallen
Im MOVE MVZ in München klären wir die Ursache Ihrer Beschwerden sorgfältig ab. Dazu gehören je nach Situation:
- ein ausführliches Gespräch (Anamnese)
- eine körperliche Untersuchung
- bei Bedarf Röntgen, Sonographie oder Schnittbildgebung, zum Beispiel MRT (Kernspintomographie) oder digitale Volumentomographie
Auf dieser Basis besprechen wir gemeinsam, welches Stadium der Arthrose vorliegt und welche Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Behandlung der Arthrose – was wir für Sie tun können
Bei der Behandlung von Arthrose geht es nicht nur um das Gelenk selbst. Wichtig ist, wie stark Ihre Beschwerden Ihren Alltag, Ihren Beruf oder Ihren Sport einschränken.
Unser Ziel ist es, Schwerzen zu lindern, Beweglichkeit zu erhalten und Sie möglichst lange aktiv zu halten. Ein künstliches Gelenk soll nicht vorschnell eingesetzt werden. Wenn eine Operation, etwas eine Arthroskopie oder eine Prothesenversorgung jedoch medizinisch sinnvoll ist, sprechen wir auch das offen an.

Welche Behandlung für Sie in Frage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Welches Gelenk betroffen ist, zum Beispiel Knie, Hüfte oder Schulter
- wie weit die Arthrose fortgeschritten ist
- wie stark Ihre Beschwerden sind
- welche Ziele Sie haben – im Alltag, Beruf oder beim Sport
In der Regel kombinieren wir verschiedene konservative Bausteine. Dazu gehören:
- Prävention (Vorbeugung) und Bewegung
- Physiotherapie und gezielter Muskelaufbau
- medikamentöse Schmerztherapie und gezielte Infiltrationen, um bei einer aktivierten akut schmerzhaften Gelenk die Reizung zu beruhigen
- oder andere individuell angepasste Kombinationen
Viele Detailfragen zu Bewegung, Sport, zusätzlichen Verfahren, Hyaluronsäure, Eigenplasma und Operation beantworten wir in unseren FAQ auf dieser Seite.
Bewegung und Physiotherapie – wieder in Gang kommen
Viele Betroffene schonen sich aus Angst vor Schmerzen. Kurzfristig kann das entlasten. Langfristig brauchen Gelenke jedoch Bewegung, damit sie beweglich und belastbar bleiben.
Unser Ansatz: gezielte Bewegung statt Dauer-Schonung. Was sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Gelenk, dem Arthrosegrad und Ihren persönlichen Möglichkeiten ab.
Mögliche Bausteine sind:
- Gezielter Muskelaufbau
Wir stärken die Muskulatur rund um das betroffene Gelenk – zum Beispiel im Rahmen von Krankengymnastik am Gerät oder einer medizinisch angeleiteten Kräftigungstherapie. So kann das Gelenk entlastet werden. Alltagsbewegungen wie Gehen, Treppensteigen oder Aufstehen fallen oft wieder leichter.
- Physiotherapie
Mit passenden Übungen werden Beweglichkeit, Stabilität und Koordination verbessert. Sie lernen Bewegungen, die das Gelenk schonen und trotzdem aktiv halten.
- Übungen für zu Hause
Sie erhalten einfache Übungen, die Sie selbst umsetzen können. So bleiben Sie auch zwischen den Terminen aktiv und können Ihre Beschwerden besser beeinflussen.
Gemeinsam legen wir fest, was für Sie realistisch ist – vom regelmäßigen Spaziergang bis zu gelenkschonenden Sportarten.
Medikamente und unterstützende Maßnahmen – gezielt, nicht dauerhaft
Medikamente können helfen, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Das gilt vor allem in akuten Phasen, wenn ein Gelenk gereizt ist oder Bewegung stark eingeschränkt wird.
Wir setzen Schmerzmittel nicht pauschal und nicht dauerhaft ein, sondern gezielt und zeitlich begrenzt.
Mögliche unterstützende Maßnahmen sind:
- entzündungshemmende Schmerzmittel für einen begrenzten Zeitraum
- lokale Anwendungen wie Salben, Kühlung oder Wärme
- physikalische oder manuelle Therapie, abhängig vom Befund
Unser Anspruch ist: so viel Unterstützung wie nötig, so wenig wie möglich. Wichtig bleibt ein Behandlungsplan, der Sie langfristig beweglicher und unabhängiger macht.
Eigenplasma bei Arthrose – PRP als ergänzender Baustein
Bei bestimmten Formen der Arthrose kann auch die Behandlung mit Eigenplasma, kurz PRP, eine ergänzende Option sein. PRP steht für plättchenreiches Plasma. Es wird aus Ihrem eigenen Blut gewonnen und anschließend in das betroffene Gelenk injiziert.
Das Eigenplasma enthält körpereigene Bestandteile, die biologische Prozesse im Gelenk unterstützen können. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion positiv zu beeinflussen.
Wichtig ist: PRP heilt die Arthrose nicht und baut geschädigten Knorpel nicht wieder auf. Die Behandlung ersetzt auch keine grundlegenden Maßnahmen wie Bewegung, gezielten Muskelaufbau oder Physiotherapie.
Ob eine Eigenplasma-Behandlung für Sie infrage kommt, hängt vom betroffenen Gelenk, vom Arthrosegrad und von Ihren Beschwerden ab. Das besprechen wir nach der Untersuchung individuell mit Ihnen.
Hyaluronsäure bei Arthrose
Wenn Bewegung, Physiotherapie und eine angepasste Schmerztherapie nicht ausreichen, kann eine Hyaluronsäure-Injektion ein weiterer Baustein Ihrer Arthrose-Behandlung sein.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie kann die Gleitfähigkeit im Gelenk unterstützen und Beschwerden bei bestimmten Formen der Arthrose – zum Beispiel im Knie, in der Hüfte oder in der Schulter – lindern.
Wichtig ist: Hyaluronsäure heilt die Arthrose nicht und baut geschädigten Knorpel nicht wieder auf. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Gelenk, vom Arthrosegrad und von Ihren Beschwerden ab.
Im Move MVZ setzen wir je nach Befund unterschiedliche Hyaluronsäure-Präparate ein. Welches Präparat geeignet ist und wie viele Injektionen sinnvoll sind, entscheiden wir individuell. Wir erklären Ihnen verständlich, was die Behandlung leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und welche Alternativen es gibt.
Praktische Fragen zum Ablauf, Anzahl der Injektionen, mögliche Nebenwirkungen beantworten wir ausführlich in unseren FAQ.
Arthroskopie – nur bei ausgewählten Zusatzbefunden
Nicht jede Gelenkbeschwerde bei Arthrose entsteht allein durch den Knorpelverschleiß. In manchen Fällen können zusätzliche Befunde die Beschwerden verstärken – zum Beispiel Meniskusläsionen, freie Gelenkkörper oder umschriebene Knorpelschäden.
In solchen ausgewählten Situationen kann eine Arthroskopie, also eine Gelenkspiegelung, sinnvoll sein. Dabei wird das Gelenk über kleine Zugänge untersucht und je nach Befund behandelt.
Wichtig ist: Eine Arthroskopie ist keine Standardbehandlung bei fortgeschrittener Arthrose und ersetzt keine Endoprothese. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Gelenk, vom Arthrosegrad und von möglichen Zusatzbefunden ab. Das entscheiden wir nach Untersuchung und Bildgebung individuell mit Ihnen.
Wann ist ein künstliches Gelenk eine Option?
Trotz konsequenter konservativer Behandlung kann der Zeitpunkt kommen, an dem ein künstliches Gelenk sinnvoll wird. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Schmerzen dauerhaft stark bleiben, Bewegungen im Alltag deutlich eingeschränkt sind und Röntgen oder MRT eine fortgeschrittene Arthrose zeigen. Dann kann ein künstliches Gelenk helfen, Schmerzen zu verringern und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Bei der Planung eines künstlichen Gelenks spielen viele Details eine Rolle – zum Beispiel, ob eine Teilprothese oder eine Vollprothese sinnvoll ist, ob ein zementiertes oder zementfreies Verfahren besser passt oder ob eine klassische, navigierte oder computergestützte Operationstechnik eingesetzt wird. Diese Fragen werden im Move MVZ nicht pauschal beantwortet, sondern für jedes Gelenk und jede Patientin bzw. jeden Patienten individuell analysiert und mit Ihnen besprochen.
Die Entscheidung für oder gegen ein künstliches Gelenk treffen wir immer gemeinsam mit Ihnen – auf Basis Ihrer Beschwerden, Ihrer Befunde und Ihrer persönlichen Ziele.
Häufige Fragen zur Arthrose - Behandlung
Kann Arthrose wieder verschwinden?
Arthrose bildet sich in der Regel nicht vollständig zurück. Der geschädigte Knorpel wächst nicht einfach wieder nach. Beschwerden lassen sich aber oft deutlich bessern. Entscheidend sind eine genaue Diagnose und ein Behandlungsplan, der zu Ihrem Gelenk, dem Arthrosegrad und Ihrem Alltag passt.
Was kann ich selbst bei Arthrose tun?
Regelmäßige, passende Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Sie hilft, Muskulatur aufzubauen, das Gelenk zu entlasten und beweglich zu bleiben. Auch ein gesundes Körpergewicht kann vor allem Knie und Hüfte entlasten. Welche Übungen und Belastungen für Sie sinnvoll sind, sollte individuell abgestimmt werden.
Soll ich ein Gelenk bei Arthrose schonen oder bewegen?
Dauerhafte Schonung ist meist nicht hilfreich. Gelenke brauchen Bewegung – aber in der richtigen Dosierung. Gut sind meist gleichmäßige, gelenkschonende Bewegungen ohne starke Stoßbelastung. Ist ein Gelenk akut entzündet, stark geschwollen oder sehr schmerzhaft, kann eine vorübergehende Entlastung sinnvoll sein.
Welche Sportarten sind bei Arthrose geeignet?
Häufig gut geeignet sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Aquafitness, Walking oder gezieltes Krafttraining. Wichtig ist nicht nur die Sportart, sondern auch die Intensität. Schmerzen während oder nach dem Training sollten ernst genommen werden. Wir besprechen mit Ihnen, welche Bewegung zu Ihrem Gelenk und Ihrem Trainingszustand passt.
Wann brauche ich ein MRT bei Arthrose?
Ein MRT ist nicht in jedem Fall nötig. Oft liefern Gespräch, körperliche Untersuchung und Röntgen bereits wichtige Informationen. Ein MRT kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden und Röntgenbild nicht gut zusammenpassen oder wenn zusätzliche Ursachen vermutet werden – zum Beispiel Meniskus-, Sehnen- oder Bandprobleme.
Helfen Schmerzmittel bei Arthrose?
Schmerzmittel können Beschwerden lindern, vor allem in akuten Phasen. Sie sind aber keine dauerhafte alleinige Lösung. Wichtig ist, die Ursache der Schmerzen einzuordnen und Schmerzmittel mit Bewegung, Physiotherapie und weiteren Maßnahmen zu kombinieren. Ob und welches Medikament geeignet ist, hängt auch von Begleiterkrankungen und Verträglichkeit ab.
Welche zusätzlichen Verfahren können bei Arthrose sinnvoll sein?
Neben Bewegung, Physiotherapie, Muskelaufbau und medikamentöser Schmerztherapie können – je nach Situation – weitere Maßnahmen eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Stoßwellentherapie, Orthesen, Einlagen oder andere konservative Verfahren. Welche Kombination in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Gelenk, Arthrosegrad und Beschwerdebild ab und wird individuell mit Ihnen besprochen.
Für wen kommt Hyaluronsäure bei Arthrose infrage?
Hyaluronsäure kann bei bestimmten Formen der Arthrose eine ergänzende Option sein. Sie kommt eher infrage, wenn konservative Maßnahmen wie Bewegung, Physiotherapie und angepasste Schmerztherapie nicht ausreichend helfen. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Gelenk, vom Arthrosegrad und von Ihren Beschwerden ab. Wie gut Sie persönlich auf die Behandlung ansprechen, beurteilen wir gemeinsam im Verlauf.
Wie läuft eine Hyaluronsäure-Injektion ab?
Die Behandlung erfolgt direkt am betroffenen Gelenk. Nach Desinfektion der Haut wird Hyaluronsäure mit einer feinen Nadel in den Gelenkraum gespritzt. Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten. Wie viele Injektionen sinnvoll sind und in welchen Abständen sie erfolgen, hängt vom Befund und vom verwendeten Präparat ab.
Welche Nebenwirkungen können nach einer Hyaluronsäure-Spritze auftreten?
Nach einer Injektion kann das Gelenk vorübergehend schmerzen, anschwellen oder gereizt reagieren. Selten können Entzündungen oder Infektionen auftreten. Deshalb wird die Behandlung sorgfältig und unter strengen Hygienestandards durchgeführt. Wir besprechen vorab, welche Risiken in Ihrer Situation relevant sind.
Gibt es verschiedene Hyaluronsäure-Präparate?
Ja, es gibt unterschiedliche Hyaluronsäure-Präparate und Behandlungsschemata. Welches Präparat geeignet ist und wie viele Injektionen sinnvoll sind, hängt vom Gelenk, vom Arthrosegrad und von Ihren Beschwerden ab. Das besprechen wir individuell mit Ihnen.
Übernimmt die Krankenkasse Hyaluronsäure bei Arthrose?
Hyaluronsäure-Injektionen sind häufig keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen können die Kosten je nach Vertrag ganz oder teilweise übernehmen. Wir informieren Sie vor der Behandlung transparent über den Ablauf und mögliche Kosten.
Wann ist eine Operation bei Arthrose sinnvoll?
Eine Operation kommt in der Regel erst infrage, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichend helfen. Wichtiger als das Röntgenbild allein sind dabei Ihre Beschwerden im Alltag. Wenn Schmerzen dauerhaft stark bleiben und Bewegungen deutlich eingeschränkt sind, kann ein künstliches Gelenk sinnvoll sein. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen.
Kann ich ein künstliches Gelenk hinauszögern?
In vielen Fällen lässt sich eine Operation durch gezielte konservative Maßnahmen hinauszögern. Dazu gehören Bewegung, Muskelaufbau, Physiotherapie, gegebenenfalls Gewichtsreduktion, Schmerztherapie und bei Bedarf Injektionen. Wichtig ist aber auch, eine Operation nicht um jeden Preis aufzuschieben: Wenn die Lebensqualität stark leidet, kann ein künstliches Gelenk die bessere Lösung sein.
Kommt auch Eigenplasma bei Arthrose infrage?
Eigenplasma, auch PRP genannt, kann bei bestimmten Arthroseformen eine ergänzende Option sein. Es wird aus dem eigenen Blut gewonnen und in das betroffene Gelenk injiziert. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion zu unterstützen. Ob PRP sinnvoll ist, klären wir nach der Untersuchung und im persönlichen Gespräch.
Experteninterview: Hyaluronsäure als Baustein der Arthrose-Behandlung

Vier Fragen an Orthopäde Dr. Frank Styra
Hyaluronsäure ist eine mögliche ergänzende Behandlung bei Arthrose – sie steht im Move MVZ jedoch nicht für die gesamte Arthrose-Therapie, sondern ist ein Baustein innerhalb eines individuellen Behandlungskonzepts. Im folgenden Interview beantwortet Dr. Frank Styra häufige Fragen zur Hyaluronsäure-Behandlung bei Arthrose: Wann sie infrage kommt, wie sie abläuft und wo ihre Grenzen liegen.
Wie läuft eine Arthrosetherapie im Move MVZ Am Stiglmaierplatz ab?
„Ich vergleiche die Arthrosetherapie gerne mit einem Garten. Wenn ich Unkraut habe, muss ich erst etwas geben, was das Unkraut kaputt macht. Danach muss das Gras regenerieren. Anschließend kann ich die Wiese pflegen. Kommt ein Patient mit zum Beispiel viertgradiger Arthrose, beginnen wir meist mit einer Eigenbluttherapie mittels autolog konditioniertem Plasma (ACP). Ziel ist es, biologisch den entzündlichen Mechanismus des Gelenks zu durchbrechen. Mit einer einfachen Hyaluronsäure triggern wir die Schleimhaut an, damit sie wieder selbst Hyaluronsäure bildet.
Das ist so, wie wenn man sich beispielsweise kurz vor dem Urlaub das Spanischbuch greift, damit die Vokabeln kurzzeitig wieder sitzen. Damit das Gelenk nachhaltig funktioniert und belastungsstabil bleibt, setzen wir im nächsten Schritt die höchstmolekurare Hyaluronsäure ein. Damit können Betroffene für viele Monate aktiv sein und Sport treiben. Das gilt auch, wenn die Röntgenbilder schlimm aussehen und die Patienten sprichwörtlich auf den Felgen laufen. Solange die Knochenqualität noch gut ist, haben wir Chancen.“
Warum spritzen Sie nicht direkt die höchstmolekulare Hyaluronsäure?
„Das kann man machen. Aus meiner Erfahrung im Spitzensport behandle ich die Betroffenen allerdings schrittweise. So vermeide ich, dass sie ihre Gelenke gleich überlasten, weil es ihnen unmittelbar nach der Behandlung wieder so gut geht.
In welchen Abständen spritzen Sie Hyaloronsäure?
„Das hängt von der Ausgangssituation und der Belastung des Patienten ab. Wir haben immer Abbauprozesse im Körper. Körpereigenes Hyaluron hat ein Molekulargewicht von ungefähr 6 bis 7 Millionen Dalton. Die einfache Hyaluronsäure, die wir einmal als Trigger spritzen, liegt bei 1 bis 1,5 Millionen Dalton. Es gibt auch Varianten mit einem höheren Molekulargewicht. Diese verbleiben länger im Körper und können somit eine längere Wirksamkeit aufweisen. Man muss wissen: Sobald Hyaluronsäure im Gelenk ist, fängt der Körper an, sie abzubauen. Wer nur Rad fährt und spazieren geht, benötigt eine Auffrischung in der Regel wesentlich später als jemand, der regelmäßig joggen geht oder Tennis spielt. Die meisten Freizeit- und Leistungssportler, die ich behandle, brauchen einen Abstand von 3 bis 4 Monaten.“
Was können Arthrose-Patienten selbst tun?
„Gezielte Bewegung und eine antientzündliche Ernährung spielen Im Gesamtkonzept eine wichtige Rolle. So können wir es schaffen, eine OP hinauszuzögern oder zu vermeiden. Auf dem eigenen Knie zu laufen ist immer besser als auf einem künstlichen Knie. Ich rate Patienten deshalb neben Physiotherapie zu täglichen Übungen zum Muskelaufbau – schon fünf Minuten pro Tag zeigen Effekte. Wichtig ist auch, den Stoffwechsel zu prüfen und zu verbessern und überflüssige Kilos abzubauen, um die Gelenke zu entlasten. Bei Arthrose sollte wenig Fleisch und tierisches Eiweiß auf den Teller kommen. Stattdessen sind Fisch, vollwertiges Getreide, grünes Gemüse und gute Fette empfehlenswert. Gewürze wie Kurkuma, Chili, Kreuzkümmel, Muskat und Koriander wirken entzündungshemmend. Sie können die Arthroseschmerzen zusätzlich mindern.“
Weitere Artikel zum Thema Arthrose
Arthrose im Ellenbogen: Fachartikel von Prof. Dr. Lenich und Dr. Zumbansen
In der Fachzeitschrift Die Orthopädie erschien ein Artikel unserer Ärzte Prof. Dr. Andreas Lenich und Dr. Nikolaus Zumbansen. Sie finden eine Zusammenfassung online und können sie dort lesen: Fachartikel Prof. Dr. Lenich und Dr. Zumbansen
Podcast auf Runnersworld: Arthrose und Laufen – Gespräch mit Dr. Frank Styra
Viele Menschen mit Arthrose möchten wissen, ob Joggen weiterhin möglich ist und worauf sie dabei achten sollten. Am 30.01.2026 spricht Dr. Frank Styra im Podcast von Runnersworld über „Arthrose und Laufen“. Die Folge können Sie im Podcast von Runnersworld unter RW-Podcast sowie über alle gängigen Podcastplattformen anhören.
